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Männergesundheit im November: Ist Mannsein eine zu große Belastung?

03.11.2026 – Männer sterben im Durchschnitt etwa drei bis fünf Jahre früher als Frauen. Warum, lässt sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen: Biologie, Gesundheitsverhalten, Arbeitsbedingungen und soziale Lebenslagen spielen dabei zusammen.

Drei neue Beiträge im Fachmagazin "The Lancet" rücken nun erstmals auch gesellschaftliche Erwartungen an Männer in den Fokus. Die weltweite Krankheitslast lag bei Männern laut einer Analyse um 16 Prozent höher als bei Frauen. Vor allem die höhere vorzeitige Sterblichkeit trug dazu bei. Die Zahlen zeigen allerdings nicht, wodurch diese Unterschiede entstehen. Infrage kommen u. a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Unfälle, Krebs sowie Selbstverletzung und Gewalt durch andere.

Der Psychotherapieforscher Prof. Andreas Walther von der Universität Graz bringt allerdings den möglichen Einfluss der Gesellschaft auf die Gesundheit der Männer auf den Punkt: „Nicht Männlichkeit an sich macht die Männer krank, sondern insbesondere starre Vorstellungen davon, wie ein Mann zu sein hat.“ Wer glaubt, immer stark und unabhängig sein zu müssen, spricht Beschwerden möglicherweise später an oder sucht erst spät Hilfe.

Männergesundheit braucht deshalb mehr als den Appell, besser auf sich zu achten. Prävention und Versorgung müssen Männer erreichen und zu ihren jeweiligen Lebenslagen passen. Und Hilfe anzunehmen, sollte auch für Männer selbstverständlich werden – in jeder Lebensphase.

Quelle: Science Media Center Germany
Bildnachweis: Shutterstock #2469536621