
29.10.2026 – Essanfälle (Binge Eating) während der Kindheit und Jugend könnten mit der späteren Erektionsfähigkeit zusammenhängen. Das legt eine US-Studie nahe, für die Forschende mehr als 2.400 Jungen über viele Jahre begleiteten.
Männer, die als Jugendliche Essanfälle angegeben hatten, erreichten im Erwachsenenalter im Schnitt etwas niedrigere Werte in einem Fragebogen zur Erektionsfunktion. Bei wiederholten Essanfällen war der Unterschied zudem noch größer. Für selbst herbeigeführtes Erbrechen und Abführmittelmissbrauch zeigte sich indes kein vergleichbarer Zusammenhang.
Das bedeutet aber nicht, dass Essanfälle später zwangsläufig zu Erektionsstörungen führen. Die Studie zeige lediglich eine statistische Verbindung – ob sie ursächlich ist und welche körperlichen oder psychischen Faktoren dabei noch eine Rolle spielen, müssen weitere Untersuchungen klären.
Fazit: Gestörtes Essverhalten kann schon in jungen Jahren eine ernsthafte Belastung sein und scheint zudem auch Auswirkungen auf das weitere Leben zu haben. Früh Unterstützung und ärztliche Hilfe zu suchen, ist daher wichtig.
Quelle: Thornburgh S et al., Andrology, 2026. doi:10.1111/andr.70420
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