
15.01.2026 – Der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs ist seit Jahren umstritten. Jetzt liefert die größte europäische Langzeitstudie klare Zahlen: Der PSA-Test kann Leben retten.
In der European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer (ERSPC) wurden mehr als 162.000 Männer über Jahrzehnte begleitet. Nach 23 Jahren zeigte sich: Männer mit regelmäßiger Einladung zum PSA-Test hatten ein um 13 Prozent niedrigeres Risiko, an Prostatakrebs zu sterben, als Männer ohne Screening. Ein Todesfall wurde so pro 456 eingeladene Männer verhindert – der Nutzen nimmt mit der Zeit sogar zu, wie die Forschenden schreiben.
Richtig ist auch: Mit dem PSA-Test werden mehr Tumoren entdeckt, darunter solche, die nie Beschwerden gemacht hätten. Fachleute sprechen von möglichen Überdiagnosen. Trotzdem fällt die Gesamtbilanz positiv aus. Bei zwölf entdeckten Krebsfällen konnte ein Todesfall verhindert werden.
Fazit: Der PSA-Test kann langfristig Leben retten. Wichtig ist eine individuelle Entscheidung, am besten im Gespräch mit dem Arzt – angepasst an Alter, familiäres Risiko und persönliche Situation.
Originalpublikation: Roobol MJ et al., N Engl J Med 2025; 393: 1669–80
Quelle: https://urologische-stiftung-gesundheit.de/psa-test-prostatakrebs
Bild erstellt mit ChatGPT 5.2 von Dr. Marcus Mau
