E-Mail: news@mann-und-gesundheit.com     
Sie haben Cookies abgelehnt. Kein Login möglich.
[DEAKTIVIERTES MODUL/PLUGIN] - Sie haben abgelehnt, dass wir persistente und transiente Cookies auf Ihrem Gerät ablegen dürfen. Durch das Nichteinwilligen oder Deaktivieren funktionieren einige Bereiche der Website nicht richtig und können nicht angezeigt werden.

28.07.2026 – Ein PSA-Selbsttest für zu Hause verspricht eine unkomplizierte Möglichkeit, die eigene Prostatagesundheit im Blick zu behalten. Gerade Männer, die Vorsorgeuntersuchungen bisher aufgeschoben haben, könnten so erstmals einen Anstoß erhalten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Doch wie sinnvoll sind diese Tests wirklich?

Urologen sehen die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Ein PSA-Selbsttest liefere lediglich einen einzelnen Wert – mehr nicht. Ob dieser Wert tatsächlich auffällig ist und welche Bedeutung er hat, lässt sich aber nur im Zusammenhang mit Alter, Beschwerden, Vorerkrankungen, Familiengeschichte und weiteren Untersuchungen beurteilen. Denn ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch Prostatakrebs, während ein unauffälliger Wert eine Erkrankung auch nicht sicher ausschließe.

Genau hier liegt das Problem, wie die Autoren einer aktuellen Studie schreiben: Falsch-positive Ergebnisse können unnötige Sorgen und weitere Untersuchungen auslösen. Falsch-negative Befunde hingegen vermitteln möglicherweise eine trügerische Sicherheit und verzögern einen Arztbesuch. Hinzu komme, dass die Qualität der Probenentnahme zu Hause und die anschließende Einordnung der Ergebnisse nicht immer gewährleistet seien.

Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) betont deshalb, dass PSA-Home-Tests die ärztliche Vorsorge nicht ersetzen dürfen. Sie könnten allenfalls ein sinnvoller erster Schritt sein – vorausgesetzt, sie sind fest in einen strukturierten, ärztlich begleiteten Versorgungspfad eingebunden. Nur so können auffällige Ergebnisse richtig bewertet und notwendige weitere Untersuchungen zeitnah eingeleitet werden.

Quelle: El-Khadra S. Urologie 2026; 65(5): 537–541
Bild erstellt mit ChatGPT 5.5 von Dr. Marcus Mau