
24.09.2026 – Eine Studie der Hamburger Martini-Klinik untersuchte 1.463 Männer, die wegen Prostatakrebs operiert wurden. Bei Männern mit Diabetes war der Tumor seltener nur auf die Prostata begrenzt, das heißt, sie litten unter einem fortgeschrittenen Tumor. Auch die Lymphknoten waren bei ihnen häufiger befallen, der Krebs damit bereits metastasiert. Ähnliche Zusammenhänge zeigten sich bei Männern ohne bekannte Diabetesdiagnose, deren Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) aber erhöht war. Ärztinnen und Ärzte sprechen bei diesen Männern auch von einer sogenannten prädiabetischen Stoffwechsellage.
Insgesamt beweisen diese Studienergebnisse nicht, dass hoher Blutzucker per se den Krebs aggressiver machen kann. Sie zeigen aber sicher: Bei einer Prostatakrebsdiagnose lohnt es sich, auch den Stoffwechsel im Blick zu behalten.
Tipp der DGMG: Wer seinen Blutzuckerwert nicht kennt oder bereits erhöhte Werte hat, sollte das bei der nächsten männerärztlichen Untersuchung ansprechen. Eine gute Versorgung sollte stets den ganzen Menschen in den Blick nehmen – vor allem auch bei der Diagnose Prostatakrebs.
Quelle: 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Düsseldorf
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