Während eher Frauen an Herzrhythmusstörungen oder seltenen Herzerkrankungen leiden, sterben Männer bis zu viermal häufiger an einem Herzinfarkt. Auch Vorhofflimmern kommt beim „starken Geschlecht“ öfters vor. Doch weshalb ist das so?

Professor Dr. Thomas Meinertz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie und Angiologie am Universitären Herzzentrum Hamburg, sagt, dies läge daran, dass das Problem der Herzrhythmusstörung bei Männern von Koronaren Herzkrankheiten (KHK) überlagert wird. Dabei wird das Herz nicht mit genügend Sauerstoff versorgt, nachdem sich Ablagerungen an den Gefäßwänden gebildet haben. Obwohl Frauen eher an Arrhythmien – also an einem unregelmäßigen Herzrhythmus – leiden, ist die Zahl der Koronaren Herzkrankheiten bei Männern so hoch, dass sie eine größere Rolle bei der Häufigkeit des Herztodes spielen. Im Gegenzug sterben mehr Frauen an Klappenerkrankungen, obwohl die Häufigkeit dieses Krankheitsbildes bei beiden Geschlechtern gleich ist. Dies liegt unter anderem daran, dass Operationen bei Frauen öfters schlechter verlaufen als bei Männern.

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