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05.08.2019 - 2 Liter, 3 Liter oder doch weniger – wieviel Wasser reicht am Tag aus? Jeder weiß, dass es wichtig ist, aber gerade im Sommer schaffen wir es nicht immer, genügend zu trinken.

Viele Menschen sind sich dessen bewusst, vergessen aber nach eigenen Aussagen oft den Griff zum Wasserglas. Gründe dafür gibt es reichlich, beispielsweise Stress oder beruflicher Druck. Gut der Hälfte aller Berufstätigen geht es leider so. Dabei liegt der Mindestbedarf bei 1,5 bis 2 Litern bei Erwachsenen, als Richtwert dient hier 35 Milliliter pro Kilogramm.

An heißen Tagen wie gerade jetzt sollte man besonders darauf achten und nicht erst trinken, wenn der Durst kommt – dies ist nämlich meist schon ein Zeichen des Körpers, dass er dehydriert ist. Als Warnzeichen können auch Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit hinzukommen. Falsch wäre jetzt aber auch, große Mengen Wasser auf einmal zu trinken, denn der Magen-Darm-Trakt kann pro Stunde höchstens einen Liter aufnehmen. Alles darüber führt nur dazu, dass wir häufiger zur Toilette rennen müssen und wichtige Nährstoffe ausscheiden.

Im Alter sind übrigens gerade Männer gefragt, mehr auf ihre Trinkgewohnheiten zu achten, denn ab 50 kann sich die Prostata bemerkbar machen. Dann beginnt das kastaniengroße Organ, aufgrund altersbedingter Hormonumstellungen, langsam zu wachsen und erhöht so den Druck auf die Blase und Harnröhre. Dies ist eigentlich kein Problem, dass Mann nicht in den Griff bekommt. Am besten ist es natürlich gleich bei den ersten Anzeichen, wie abgeschwächter Harnstrahl oder häufiger Harndrang den Urologen aufzusuchen. Je früher der Besuch erfolgt, desto einfacher lassen sich mögliche Folgebeschwerden verhindern.

Einige Strategien im Alltag können zudem dabei helfen, die Beschwerden zu lindern:

  1. Abends nicht zu viel trinken. 1,5 Liter sollten es am Tag schon noch sein, aber vor dem Schlafengehen lassen wir die Tasse Tee lieber weg.
  2. Entwässernde Getränke wie Alkohol, Kaffee oder Cola werden besser grundsätzlich gemieden – sie regen die Harnbildung an.
  3. Auch ein Blasentraining kann hilfreich sein, das Wasserlassen etwas hinauszuzögern und so dem Harndrang nicht sofort nachzugeben.
  4. Besonders für Sportler ist eine ausreichende Wasserzufuhr wichtig, damit sich der Muskel bewegen oder kontrahieren kann. Wer vor dem Training nicht genügend Wasser tankt, könnte aufgrund von Dehydrierung mit Muskelkrämpfen rechnen.
  5. Starten Sie am besten direkt nach dem Aufstehen mit einem Glas Wasser in den Tag, das bringt ihren Stoffwechsel ordentlich auf Touren. Ein Spritzer Zitronensaft im Wasser verbessert übrigens nicht nur den Geschmack, sondern wirkt auch wie eine Art Stoffwechsel-Booster.

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