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24.04.2019 - Als ob es nicht schon nervig und anstrengend genug ist, mehrmals in der Nacht zur Toilette gehen zu müssen. Jetzt werden Menschen mit Blasenschwäche auch noch mit dafür verantwortlich gemacht, wenn die Wirtschaft schwächelt.

Das zumindest behauptet eine Studie der US-Denkfabrik RAND. Demnach sind Betroffene, die nachts häufiger ihrem Harndrang nachgeben, am nächsten Tag durch den fehlenden Schlaf unzufriedener, weniger engagiert und vor allem unproduktiver. Dazu käme, so die Untersuchung, dass Mitarbeiter mit nächtlicher Blasenschwäche im Jahr durchschnittlich sieben Tage fehlten oder krank zu Arbeit kämen. Das würde die Leistungsfähigkeit zusätzlich senken.

Was das für die Wirtschaft bedeutet, wurde nicht nur für die USA ausgerechnet – hier wird die Wirtschaft mit fast 40 Milliarden Euro belastet – die europäische Niederlassung von RAND hat herausgefunden: Das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland könnte ohne die nächtlichen Beschwerden etwa 7,5 Milliarden Euro höher liegen.

Umso wichtiger sei es, so das Fazit der Studie, diese Form der Blasenschwäche frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Von der Wirtschaft mal abgesehen, könnte von einem solchen Vorgehen auch jeder einzelne Betroffene profitieren.