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16.01.2018 - Männer mit Erkältung sind schwer krank. Oder ist das alles etwa reine Show? Nein, sagt Prof. Kyle Sue in seinem aktuellen Übersichtsartikel: „Männer werden von Erkältungsviren tatsächlich schlimmer getroffen als Frauen.” Schuld daran könnte das Testosteron sein, aber mal der Reihe nach.

Diverse Studien, die Prof. Sue ausgewertet hatte, zeigten, dass mehr Männer aufgrund einer Grippe ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen und auch nachweislich mehr Männer in einer Grippesaison an dieser Infektion versterben. Doch das Dilemma beginnt für den Mann schon lange davor, nämlich bei der Grippeimpfung. Hier scheint das Männerhormon Testosteron eine hemmende Wirkung auf die Impfreaktion zu haben, sodass die Vakzine beim Mann etwas weniger wirksam ist als bei Frauen.

„Doch auch Männer mit Testosteronmangel haben eine höhere Infektanfälligkeit, weshalb Mann bei Symptomen für einen Hypogonadismus (z. B. Abgeschlagenheit, Libidoverlust, Gewichtszunahme, Erektionsstörungen) auf jeden Fall einen Männerarzt zur Abklärung eines Risikos aufsuchen sollte“, so ergänzte Prof. Dr. med. Frank Sommer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. (DGMG), aus den eigenen Forschungsdaten.

Tipp der DGMG: Männer sollten gerade im Alter > 60+ regelmäßig zur jährlichen Grippeschutzimpfung, denn die wiederholte Impfung soll Experten zufolge, das Immunsystem trainieren, was den Impferfolg auch beim Mann schließlich erhöhen könnte.

Fazit: Dass Mann bei Erkältungen und Grippe stärker leidet, ist also kein Mythos. So sind Männer beispielsweise schon beim „kleinen Schnupfen“ mit 3 Tagen etwa doppelt solange erkältet wie Frauen mit ihren durchschnittlich 1,5 Tagen. Und auch bei der Grippeschutzimpfung sind Männer offenbar aufgrund ihres Hormonhaushaltes gegenüber den Frauen im Nachteil.

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