Gesundheitlicher Zustand der Männer deutlich schlechter als der der Frauen
Das Thema Männergesundheit war selten so präsent in den Medien. Das Wissen um den oft schlechten Gesundheitszustand der Männer nimmt zu – auch das Wissen darum, dass die Männergesundheit gefördert werden muss. Dazu trägt vor allem auch der 1. Deutsche Männergesundheitsbericht bei, den die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit (DGMG) Ende Oktober 2010 gemeinsam mit der Stiftung Männergesundheit herausgegeben hat. Er brachte so manchen Missstand ans Tageslicht, vor allem aber das Wissen darum, dass die gesundheitliche Ungleichheit zwischen Männern und Frauen zugenommen hat.
- Männer sterben 5,2 Jahre früher als Frauen: Männer werden durchschnittlich 77,2, Frauen 82,4 Jahre alt.
- Die vorzeitige Sterblichkeit (vor Erreichen des 65. Geburtstages) liegt bei Männern deutlich über der bei Frauen: Im Jahr 2008 starben 238 von 100.000 Männern vor ihrem 65. Geburtstag, aber nur 139 von 100.000 Frauen. Bis 2015 wird eine leichte Annäherung erwartet. Die vorzeitige Sterblichkeit wird bei den Männern auf 190 von 100.000 sinken, bei den Frauen auf 115 von 100.000 Frauen.
- 11,2 Prozent der Männer zwischen 30 und 44 Jahren leiden an Fettstoffwechselstörungen, aber nur 7,1 Prozent der Frauen.
- Bei den koronaren Herzerkrankungen in der Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren liegen die Männer mit 13,6 Prozent ebenfalls vor den Frauen (5,6 Prozent). Bei dieser Untersuchung des RKI aus dem Jahre 2009 wurde die untere Bildungsgruppe herangezogen.
- Die Zahl von Diabetes-Patienten ist bei Männern fast doppelt so hoch wie bei Frauen.
- Männer zwischen 40 und 50 Jahren bekommen fünf Mal häufiger einen Herzinfarkt als Frauen.
- Die Selbstmordrate der Männer übersteigt die der Frauen um das Dreifache – die Rate der diagnostizierten Depressionen liegt aber nur halb so hoch.

