Am 3. November ist Weltmännertag

Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit will das Bewusstsein für Männergesundheit stärken

„Männer vernachlässigen oft ihre Gesundheit, sind Vorsorgemuffel und sterben im Durchschnitt 5,5 Jahre früher als Frauen. Krankheit setzen sie mit Schwäche gleich. Das muss sich ändern“, sagt Prof. Frank Sommer, weltweit der einzige Lehrstuhlinhaber für Männergesundheit und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. (DGMG), anlässlich des Weltmännertages, der am 3. November begangen wird. Ein Tag, der in Deutschland bisher kaum wahrgenommen wird.

Dabei wurde der Weltmännertag bereits im Jahr 2000 von Michail Gorbatschow und der Universität Wien als Aktionstag ins Leben gerufen, um unsere Männer endlich wachzurütteln: Männer achtet auf Eure Gesundheit. Denn um die Gesundheit der deutschen Männer ist es nicht gut bestellt.

Um zur Besserung der Männergesundheit beizutragen und das Bewusstsein für Vorsorgeuntersuchungen zu schärfen, organisiert die DGMG anlässlich des Weltmännertages einen großen Testosteron-Check. Am 03. November können Männer von 8-14 Uhr auf dem Börsenplatz in Frankfurt ihren Testosteronspiegel kostenlos bestimmen lassen und sich umfassend über dieses Thema informieren.

 

Die deutschen Männer sind in Europa die dicksten!

Fast jeder zweite Mann in Deutschland ist zu dick, aber nur rund jede dritte Frau. Zwischen dem 45. und dem 65. Lebensjahr sterben 33 Prozent mehr Männer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Frauen. Ab dem 45. Lebensjahr sterben 1,5 Mal so viele Männer an Tumorerkrankungen wie Frauen. Die Zahlen sind alarmierend. Doch sie sind schon seit Jahren bekannt. Der Erste Deutsche Männergesundheitsbericht, den die DGMG im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Stiftung Männergesundheit herausgebracht hat, belegt diese Zahlen. Dennoch ändert sich nur langsam das Bewusstsein der Männer mehr für ihre Gesundheit zu tun. Es ist ein wichtiges Ziel der DGMG hier Aufklärungsarbeit zu leisten.

Was ist der Grund für dieses seit Jahrzehnten bekannte Problem? „Frauen leben in ihrem Körper – Männer benutzen ihren Körper, um etwas zu erreichen“, sagt Professor Dr. Frank Sommer.

Erfreulich ist, dass in den vergangenen Jahren bei beiden Geschlechtern die Lebenserwartung deutlich steigt und dass sich die Schere zwischen männlicher und weiblicher Lebenserwartung tendenziell verkleinert. „Es tut sich was. Wir wissen allerdings noch nicht, ob dieser Trend auf einer besseren Gesundheitsversorgung für Männer oder ein besseres männliches Gesundheitsverhalten basiert“, so Professor Sommer, der sich für eine bessere Gesundheitsvorsorge der Männer einsetzt. Denn auch hier sprechen die Zahlen für die Frauen: Eine Bevölkerungsbefragung vor einigen Jahren ergab, dass nur 12 Prozent der Männer, aber 21 Prozent der Frauen jemals an einer Maßnahme zur Gesundheitsförderung teilgenommen haben.

Um die Bevölkerung stärker für dieses Thema zu sensibilisieren, zeichnet die DGMG seit 2010 den „Gesundheitsmann“ aus. Nominiert werden prominente Männer, die als Vorbild oder auch als Botschafter für Männergesundheit gelten können. Nachdem im vergangenen Jahr Philipp Lahm gewählt wurde, ist Heiner Lauterbach Gesundheitsmann 2011. Ihm ist es gelungen, vor einigen Jahren das Ruder herumzureißen und seinen ungesunden Lebenswandel komplett zu ändern. Auch dies ist durchaus ein Vorbild und soll Männern Mut machen: „Es ist nie zu spät“, sagte Heiner Lauterbach in einem Interview mit der DGMG

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